Hier wollen wir euch einige Paten- und auch andere Geschichten vorstellen - das ist nicht ganz einfach bzw. dauert ein bisschen länger, bis sich unsere Paten die Zeit hierfür finden. Wir freuen uns über jede Geschichte, eure Erfahrungen oder was ihr anderen dazu mitteilen wollt. Und danken euch für euren unermüdlichen Einsatz.
 
Herzliche Grüße
Anne
 
- Florian, Yahya (Palästinenser) & Sherzad (Afghanistan)
- Corinna, Finn und Rawan (aus Syrien)
- Omar Hassan - ein Flüchtling wird Ehrenamtlicher - Geschichte im Niendorfer Wochenblatt
- Tina M. und eine Familie aus Syrien
- Lisa R. und eine Familie aus Syrien
- Linda M. und eine Familie aus Dagestan

Ich lernte Yahya (16) beim Come Together kennen und wir verstanden uns auf Anhieb gut. Er wollte gern seine Sprachkompetenzen verbessern und deshalb mehr Kontakt zu Muttersprachlern aufbauen. Deshalb verabredeten wir uns ungefähr einmal wöchentlich zu verschiedenen Aktivitäten: z.B. Hafenspaziergang, Michelbesuch, Billard und Tischtennis spielen bei mir im Studentenwohnheim oder auch gemeinsam Fußball gucken und sich dabei unterhalten. Die Treffen waren stets unterhaltsam, lustig und stellten einen für beide Seiten wertvollen Austausch dar.

 

Seit kurzem betreue ich Sherzad aus Afghanistan. Er möchte Unterstützung beim Lesen, Schreiben und Sprechen, weil ihm die Deutschkurse nicht ausreichen. Trotz seiner sehr begrenzten schulischen Vorbildung zeigt er sich hoch motiviert, seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Nach den Übungen unterhalten wir uns noch gemütlich, schauen Fußball der ähnliches. Ich freue mich auf zukünftige Treffen, da er ein ein sehr netter, aufgeschlossener Typ ist und die Chemie zwischen uns stimmt, denke ich.

 

Herzliche Grüße

Florian

 

(im September 2019)

Rawan A., 18 Jahre
Sie hat die Kleidung ihres Sohnes gespendet. Damals hatte ich keine Kleidung mehr. Ich durfte auch in dem Theaterstück eine Rolle spielen. Unser Theaterstück hieß: „Jemand kam und stahl dein Leben“. Die Gruppe besteht aus Mädchen und Jungen. Sie sind zwischen 15-17 Jahre alt. Diese nette Gruppe hat mir wirklich geholfen die Sprache auszubauen. Frau Corinna hat mich auch ein paar Mal in ihre Wohnung eingeladen und einmal ins arabische Restaurant. Wir genießen unsere Zeit jedes Mal. Bis jetzt hilft sie mir bei der Einrichtung meiner Wohnung. Ich wünsche ihr ein gutes Leben und Gesundheit.
 
Corinna H.
Ich habe Rawan vor ca. 1 Jahr kennen gelernt. Er saß beim Kinderschminken bei einem Fest des Vereins neben mir und ist mir gleich durch seine offene Art aufgefallen. Wir kamen ins Gespräch  und ich erfuhr, dass er alleine aus Syrien nach Hamburg geflüchtet ist. Dann, nach einiger Zeit, habe ich mich an ihn erinnert und ihn gefragt, ob er Kleidung von meinem Sohn gebrauchen könne. So haben wir uns wieder gesehen. Wochen später war er in meinem Theaterkurs in der Schule und berichtete den Schülern von seiner Flucht und beantwortete ihre neugierigen Fragen sehr offen. Und dann hat er die Schüler mit seiner Frage nach ihren Berufswünschen ins Schwitzen gebracht.  Denn eigentlich hat nur er ein klares Ziel vor Augen.
Er hat in unserem Theaterstück zum Thema Flucht einen zentralen Part übernommen und unser Stück sehr bereichert. Ich bewundere Rawans Optimismus und er hat auch meinen Sohn sehr zum Nachdenken gebracht. Rawan ist eine echte Bereicherung in unserem Leben!
 
(im Juni 2017)

Wie habt ihr eure Schützlinge kennengelernt?
Auf den gemütlichen Come Together Treffen (TreffenPlaudernEssen) vom Verein Herzliches Lokstedt e.V. haben wir uns nett mit der Familie unterhalten – auf gebrochenem Englisch, mit Händen und Füßen und Humor. Die Kinder sind genauso alt wie unsere und haben zusammen gespielt. Das ging auch ohne Sprache.
 
Warum habt ihr euch entschlossen eine Patenschaft zu übernehmen?
Wir haben die Verzweiflung der Familie gesehen, die schon ein Jahr in einer Erstunterkunft unter unmenschlichen Bedingungen verbringen musste. Dann bekamen sie die Anerkennung, aber es war klar, dass sie es alleine nicht schaffen würden, eine Wohnung zu finden. Wir hatten die Wahl: sie mit ihren Sorgen hängen zu lassen oder uns zu kümmern.
 
Was waren schöne Momente in der Begleitung der Familie?
Die Freude über den unterschriebenen Mietvertrag war das Größte. Mit einer eigenen Wohnung konnten sie anfangen, sich hier zu Hause zu fühlen. Viele „Erfolgserlebnisse“ folgten: die Kinder konnten an einer netten Grundschule angemeldet werden, die Eltern einen Sprachkurs finden etc. Viel Dankbarkeit und ein sehr leckeres syrisches Essen sind ebenfalls eine schöne „Belohnung“. Wir sind auch ein bisschen stolz darauf zu wissen: ohne uns wäre es nicht so gut gelaufen. Wir haben diesen Menschen Glück gebracht.
 
Was war schwierig?
Die Wohnungssuche war anstrengend. Man muss schnell auf Anzeigen reagieren, erhält viele Ablehnungen und es frisst Zeit, am Ball zu bleiben. Auch hat man Verantwortung übernommen und wird „gebraucht“, auch wenn man gerade selber viel zu tun hat.
 
Was war hilfreich?
Von Anne Thaker haben wir viel Hilfe und fachkundigen Rat bekommen. Wie schön, nicht alleine mit seinen Fragen zu sein, sondern eine Ansprechpartnerin zu haben. Und zu einem wichtigen Behördentermin, zu dem wir nicht mitkommen konnten, hatte Anne sogar kurzfristig noch eine „Ersatzbegleitung“ gefunden. So ein Netzwerk ist prima. Wichtig war auch, dass mein Mann und ich gemeinsam hinter der Sache standen. „Wenn wir jetzt nach Syrien geflohen wären und dort eine Wohnung auf Arabisch suchen müssten…“ Diese Vorstellung hat uns geholfen, auch anstrengende Momente in Kauf zu nehmen.
 
Welche Tipps habt ihr für „angehende Paten“?
Mit anderen im Team arbeiten und sich Aufgaben teilen ist eine gute Idee. Weil die Familie eine Wohnung weit weg gefunden hat, haben wir jetzt noch eine weitere Patin als Ansprechpartnerin vor Ort. Auch haben wir versucht, die Familie möglichst viel alleine machen zu lassen – also auch mal „Nein“ zu sagen – wenn wir nicht wirklich gebraucht wurden. Das spart Zeit und Nerven! ;-)

In quasi Rekordzeit hat Tina eine Wohnung gefunden und kümmert sich schon um den nächsten Wohnungssuchenden. Grandios!

Im Frühjahr 2015 haben wir die Familie A kennengelernt. Wir hatten uns länger überlegt, wie wir aktiv werden könnten, um Geflüchteten irgendwie zur Seite zu stehen.
 
In Schweden wurde eine Initiative gestartetvon einer Schwedischlehrerin – Das Willkommensdepartement.
Das Konzept: Menschen zusammenbringen zum Abendessen. Viele Menschen haben volle Kalender und wissen nicht, wo sie die Zeit hernehmen sollen, Neuankömmlingen zu helfen oder gar zu begegnen. Jeder isst jedoch zu Abend (zumindest in Schweden). Lad doch jemand zu deiner Mahlzeit ein, ohne Ansprüche auf weiteres, einfach zusammen essen und Gespräche führen.
Ich habe mit der Frau geskyped und wollte das gleiche hier in Deutschland auf die Beine stellen, aber eben – diese Zeitmangel, ich kam nicht dazu.
(Glücklicherweise haben es andere tatkräftige Menschen ein halbes Jahr später gemacht – jetzt gibt es Welcome Dinners überall in Deutschland!)
 
Eines Tages tauchte in der Vorschulklasse meiner Tochter ein kleiner Junge auf, Mohammed-Gheis. Wir dachten uns, alles klar, wir machen es einfach in klein, da wir es zeitlich nicht schafften es groß aufzuziehen. Wir haben die Familie zu uns nach Hause eingeladen, mittels eines Zettels mit zwei Spalten, auf English und mit Google Translate gezaubertes Arabisch. Dies, weil ich die Eltern von Gheis in der Schule nie getroffen habe, meine Tochter blieb immer länger in der Schule als er. Die Vorschullehrerin hat mich angerufen, der Vater von Gheis, Hesham, stünde neben ihr und wüsste nicht was ich sagen wollte. Nach ein paar Erklärungsversuche haben wir uns verabreden können.
 
Ein paar Tage später habe ich die Familie vor der Schule getroffen, Eltern und vier Kinder. Wir sind zu uns nach Hause, haben Kaffee getrunken und mit Google Translate versucht, uns auszutauschen.
 
Die Familie wohnte auf dem Parkplatz neben der U-Bahn Hagenbecks Tierpark, in Containern (eine Notfolgeunterkunft). Wir sind prompt zurück eingeladen worden und haben gleich einen Festmahl vorgesetzt bekommen, auf kleinen Picknick-Grills wurde gegrillt und leckere syrische Auberginenpaste, Humus etc wurden gereicht. Wir haben den Kindern Federtaschen mitgebracht für die Schule, und die Freude war groß.
 
Die Familie hauste in zwei Container, schätzungsweise insgesamt 25 m². Der größte Wunsch der Familie war es natürlich, ein festes Dach überm Kopf zu bekommen. In dem Containerdorf war es laut rund um die Uhr, Familien wohnten neben jungen alleinstehenden Männern, die nicht zur Schule durften/mussten. Egal welches Wetter, es war entweder zu kalt, zu feucht oder zu warm in den Metallbüchsen. Aber – wie sie immer betonten – sie waren zusammen und in Sicherheit.
 
Durch sehr engagierte Menschen im Verein Herzliches Lokstedt hat die Familie wider erwarten eine Wohnung finden können, in Billstedt, drei kleine Zimmer plus Küche und Bad.
Wir haben durch diverse Facebookaufrufe fast einen gesamten Haushalt zusammentrommeln können, mitsamt Spenden für neue Bettwäsche etc. Somit konnte die Familie gut durchstarten.
 
Wir, ich und mein Mann, haben ein wahrscheinlich ungewöhnlich gleichberechtigte Ehe, wo wir die Haushaltsaufgaben, Kinderabholungen sowie die Versorgungsverantwortung teilen. Auch bei Hesham und Maryam in Syrien ist es so gewesen, dass beide gearbeitet haben, nur Maryam hat noch die gesamte Hausarbeit zu erledigen. Wir sprechen darüber, dass es in Deutschland anders ist. Sagen dem 15jährigen Sohn, das er kochen lernen muss, ansonsten wird er nicht essen können, wenn er von zu Hause auszieht. Wir sagen allen Kindern, dass die Schule die Lösung ist, und den Mädels versuchen wir gesondert aufzuzeigen, dass sie später arbeiten und eigenes Geld verdienen können.
 
Eine Situation haben wir gehabt, wo es ein Clash gegeben hat, noch im Containerdorf. Der kleine Gheis hat einem anderen Kind weh getan, und sein Vater hat ihn geschnappt und kräftig zugetreten – woraufhin ich hochgeflogen bin und Hesham angeschrien habe, eine lange Litanei von „es ist VERBOTEN jemand zu schlagen, auch dein Kind, und wenn du dich so verhältst, lernt er nur, das Gewalt OK ist – er wird es nicht vor deinen Augen machen aber dann, wenn du es nicht siehst“ usw. Alles auf Deutsch, in einer Situation, wo sie noch kein Deutsch sprachen. Sie haben nur diese wütende Wortfontaine vor sich gehabt, und eine Frau hat einen arabischen Mann zur Schnecke gemacht vor versammelter Nachbarschaft. Hesham war völlig baff über meine Reaktion, und hat sich wieder und wieder bei mir entschuldigt, wo ich erbost gemeint habe, er solle sich bei seinem Sohn entschuldigen, nicht bei mir. Nun. Damals waren sie sprachlich nicht so weit, um es auszudiskutieren.
 
Es steht noch bevor, das Gespräch ;-) Jetzt brauchen wir längst kein Google Translate mehr, alle lernen sehr fleißig Deutsch, gehen zur Schule, in die Kita.
 
Da ich den Job gewechselt habe und sehr viel eingespannter bin, sehen wir uns momentan nur alle zwei Monate oder so. Wir haben vor, die Familie langfristig zu begleiten, auf deren Reise in die deutsche Gesellschaft, und dabei Zugang zu Dinge zu verschaffen, die ohne Altangekommene wie ich es bin (seit 2000 in Deutschland) nicht „erreichbar sind“. Ein besonderes Anliegen für mich ist es, den Mädels berufliche Türen zu öffnen.
 
Die Familie ist nicht extrem traditionell, Maryam trägt ein Kopftuch, die beiden Mädels, 10 & 14 Jahre alt, aber nicht. Die Mädels sind unerschrocken, verbal und extrovertiert. Wir versuchen bei Behördengänge etc behilflich zu sein, wie Schulbehörde als der große Junge keinen Platz bekommen hat. Wir haben sie dabei unterstützt, die Berufsanerkennung von Maryam (Kinderkrankenschwester) in die Wege zu leiten. Eine der Töchter war bei in der Firma zum Girls Day eingeladen und wir haben geholfen für den großen Sohn einen Praktiumsplatz zu besorgen usw.
 
Lasst euch drauf ein und fangt einfach an – alles andere ergibt sich und es gibt Unterstützung und Rückhalt.
 
Viele Grüße
Lisa & Familie
September 2016
 
Die Familie A. haben viele Menschen in Teilen mitbegleitet, ob beim Übersetzen, Deutsch lernen, Ausflügen uvm, denn sie haben es einem auch sehr einfach gemacht, weil sie sehr offen sind. Das birgt aber auch immer wieder Gefahr „….viele Köche…“, deshalb ist es auch gut, sich abzusprechen, rückzukoppeln und an einem Strang zu ziehen.
 
Besonders der jüngste Sohn hat sehr unter der Situation gelitten, aber viele Probleme und Schwierigkeiten haben sich mit dem Umzug in eine eigene Wohnung, mit Rückzugsort und Selbstbestimmtheit, Struktur, Alltag mit Kita quasi erledigt. Die beiden jüngeren Kinder sprechen akzentfrei und wie selbstverständlich Deutsch
 
Eine Nachbarsfamilie vor Ort hat ihnen beim Einleben geholfen.  Vor allem die Nachbarsmädchen haben auch deutliche Worte im Austausch mit ihren Altergenossen gefunden – und das ist immer wieder die Erfahrung, man muss auch klar und deutlich sagen, was in Ordnung ist und was nicht.
 
Was besonders toll ist: Wir haben sie auch immer wieder zu unseren Aktivitäten eingeladen, sie sind den weiten Weg gekommen. Sie  haben uns unterstützt, mit Brücken gebaut und  teilweise in großen Mengen selbstgekochte syrische Gerichte mitgebracht, um den nächsten Flüchtlingen, die oft noch in Erstaufnahmen wohnen – etwas mit uns weiterzugeben.
 
Herzliche Grüße
Anne
 
Vielen Dank an die vielen Mitmacher – vor allem an Souad & Kai.

Linda M. hat sich über Kontakt beim Come Together in der Lokstedter Höhe Schritt für Schritt  Anfang 2015 etwas unverhofft in einer Patenschaft wiedergefunden für eine Familie mit 4 Kindern, die ursprünglich aus Dagestan kommt.

Freundlicherweise hat sie jetzt (07/2016) mal kurz ihre Erfahrungen, Eindrücke und ein paar Tipps für uns aufgeschrieben. Danke!

Meine Erfahrungen mit einer Patenschaft

Das Wichtigste zuerst: ich finde im idealen Fall finden sich Paten und Familie!

Sich aktiv eine Patenfamilie zu suchen stelle ich mir schwierig vor – weil das Wichtigste in einer Patenschaft ist Sympathie und Vertrauen. Die Chemie muss sozusagen stimmen - und zwar auf beiden Seiten!

Man selbst sollte mit keiner zu konkreten Vorstellung an die Sache rangehen – zum Beispiel was die Themen der Hilfestellung angeht! Und man sollte viel Geduld mitbringen - die betreffende Familie braucht unter Umständen sehr lange Zeit sich überhaupt auf fremde Hilfe einzulassen - in der Heimat haben sie schließlich auch alles gut alleine hinbekommen.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem festen gemeinsamen Treffen gemacht. Ich bin am Anfang sehr verlässlich jeden Mittwoch um Punkt 18 Uhr da gewesen.

 

Diese Treffen waren je nach Stimmung natürlich sehr unterschiedlich. Meist haben wir erst eine ganze Weile Kaffee getrunken und small talk geführt – erst dann sind sie langsam mit den wichtigen Themen rausgerückt.

Ich habe versucht ihnen nie meine Hilfe aufzudrücken, sondern immer gewartet, bis sie konkrete Fragen an mich gestellt haben.

Nach einer Zeit haben sich feste Rituale entwickelt – wir haben immer gemeinsam die Post durchgeschaut, versucht diese nach Prioritären zu sortieren und dann nach und nach abzuarbeiten. Dabei habe ich so viel wie möglich versucht direkt an sie zurück zugeben, um ihre Autonomie zu wahren.

Am Anfang war zudem die regelmäßige Begleitung zur Ausländerbehörde ein fester Bestandteil der Patenschaft. Ich bin zu fast allen Terminen mitgegangen – manchmal nur, um gemeinsam die lange und nervenaufreibende Wartezeit auszuhalten und danach, nach einem negativen Bescheid,  einfach noch ein bisschen gemeinsam die Nachricht auszuhalten. Für die rechtlichen Fragen ist dabei ein guter Anwalt zwingend notwendig!

So lange das Asylverfahren noch läuft, sind die meisten anderen Dinge für die Erwachsenen nebensächlich – die Angst vor der Abschiebung ist zu übermächtig. In dieser Zeit habe ich mich vor allem auf die Bedürfnisse der Kinder konzentriert – Schulan-und Ummeldung, Sportverein, Arztbesuche (dabei vor allem auf die Einhaltung der U-Untersuchungen achten!). Die Eltern konnten sich erst nach dem positiven Gerichtsurteil auf Deutschkurse usw. einlassen.

Allgemeine Tipps:

  • versucht kleine Projekte an andere Ehrenamtliche abzugeben – alles alleine schafft man einfach nicht. Wir waren am Ende zu zweit! Das war vor allem in Urlaubszeiten usw. wahnsinnig wichtig und hilfreich. Aber auch als mentale Unterstützung.
  • Benennt klar eure Grenzen – zeitlich usw.
  • macht gemeinsam auch schöne Dinge – wir haben uns über zahlreiche Geburtsfeste usw. am besten kennengelernt.
  • immer versuchen im Dialog zu bleiben – was wünscht die Familie sich gerade am meisten, wobei braucht sie gerade am meisten Unterstützung
  • achtet immer auf die Einhaltung der Autonomie – diese Menschen sind nur hier auf Hilfe angewiesen – in ihren Heimatländern waren sie selbstständig und unabhängig. 
  • wenn der Asylprozess abgeschlossen ist (was wie gesagt das aller aller wichtigste ist), dann kümmert euch um die Wohnungssuche. Die Wohnungssuche war einer der anstrengendsten und schwierigsten Teile – aber seit die Familie einen eigenen Rückzugsort hat, haben sich die meisten Probleme in Luft aufgelöst.